
Die Rückkehr des nervösen Zeitalters
Radikalisierung, Kriege, Fremdenfeindlichkeit, Kontrollverlust und der Rückgang der Demokratien – die Welt scheint im Fieber. Politische Polarisierung, wirtschaftliche Unsicherheit und technologische Umwälzungen erinnern an längst vergangen geglaubte Zeiten. Ist das Erbe des Liberalismus des 19. Jahrhunderts vergessen? Sind die Lehren aus zwei Weltkriegen und dem Holocaust vergeblich gewesen?
Der renommierte Zeithistoriker und Bestsellerautor Oliver Rathkolb analysiert die Ursachen dieser globalen Nervosität und zieht Parallelen zwischen der Gegenwart und der Epoche vor dem Ersten Weltkrieg – den Phasen der ersten und zweiten „Turboglobalisierung“. Damals wie heute überfordern geopolitische Umwälzungen, wirtschaftliche Verwerfungen und technologische Innovationen Gesellschaften und politische Eliten.
Polarisierung, irrationale Politik und das Gefühl gesellschaftlicher Marginalisierung nähren erneut die Sehnsucht nach dem „starken Mann“ und nach einfachen, oft gewaltsamen Lösungen für komplexe Probleme. Rathkolb zeigt, wie Machtstreben, Profitgier und die Missachtung demokratischer Regeln autoritäre Strukturen entstehen lassen – und warum diese Dynamiken wieder bedrohlich aktuell sind.
Foto: Harald Eisenberger
Eintritt: Freiwillige Spende
Vortrag Univ.Prof. DDr. Oliver Rathkolb
Ticket-Reservierung - Eintritt Freiwillige Spende
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